ver.di beendete Verhandlungen für Sicherheitswirtschaft in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt

09.12.2016 13:10

Pressemitteilung des BDSW 62 / 2016

Berlin/Potsdam – Die Gewerkschaft ver.di beendete vorzeitig die geplanten zweitägigen Tarifverhandlungen für das private Sicherheitsgewerbe in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Die Tarifparteien konnten sich am ersten Verhandlungstag der dritten Runde nicht über die Konditionen für die unterste Lohngruppe einigen. „Leider ist ein Abschluss derzeit noch nicht in Sicht. Wir hoffen aber, dass wir uns mit ver.di auf einen neuen Verhandlungstermin Anfang 2017 einigen können“, so Rainer Ehrhardt, Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Berlin. Durch die Verzögerung der Verhandlungen wird es für die Beschäftigten der vier Bundesländer zum Jahresbeginn keine Lohnerhöhungen geben.

„Wir haben heute sehr lange und intensive Verhandlungen mit der Gewerkschaft geführt. Leider sind unsere Positionen noch so weit von einander entfernt, dass die Gewerkschaft für morgen keine Einigungsmöglichkeit sieht. Unseren Vorschlag zunächst andere Inhalte zu besprechen hat der Verhandlungspartner leider abgelehnt", so Ehrhardt.

Brancheninformationen (www.bdsw.de) Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 250.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

Quelle: BDSW Webseite am 06.12.2016

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